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Sage vom glücklichen Berge
Bischof Wilibrand von Paderborn († 1233) war zweimal in des Kaisers Angelegenheiten im Heiligen Land gewesen. Da hatte er eine alte wunderbare Sage vernommen, wie, dass bei der Stadt Tarsus ein großer Berg läge, den man den glücklichen Berg heiße oder auch den Berg der Abenteuer. Ein jeder, der nach vorhergetaner Beichte und Kommunion nüchtern auf diesen Berg stieg, der fand da gut Abenteuer. Bischof Wilibrand hatte einen Ritter zu Antiochien gesehen und gesprochen, der hatte auch den Berg bestiegen und allda ein Tischchen gefunden, voll von Speisen aller Art. Das wiederholte sich jeden Tag, sodass er und alle, die mit ihm waren, stets gut aßen und tranken, solange sie auf dem Berg waren.
Quellen:
- Johannes Wilhelm Wolf, Deutsche Märchen und Sagen, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
