sagen:deutschemaerchenundsagen062
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Sankt Severins Kasten in Köln
Wenn große Dürre im Land ist und die Not aufs Höchste steigt, dann setzt man in Köln den Reliquienkasten des heiligen Bischofs Severin aus dem Hochaltar in die Mitte der Kirche und hält eine Andacht zu dem Heiligen, um durch seine Fürsprache bei Gott von der Plage befreit zu werden. Das Heraussetzen des Kastens muss aber durch Geistliche geschehen. Einer von denselben stirbt binnen Jahresfrist und das hat sich so oft bewährt, dass bei dem letzten Mal, wo es geschehen sollte, kein Geistlicher sich zu dem Werk verstehen wollte.
Quellen:
- Johannes Wilhelm Wolf, Deutsche Märchen und Sagen, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
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