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sagen:der_wilde_jaeger_und_der_schneider

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Der wilde Jäger und der Schneider. Mündlich aus Münster.

Ein Schneider saß einmal auf seinem Tische am Fenster und arbeitete, da fuhr der wilde Jäger mit seinen Hunden über das Haus her und das war ein Lärmen und Bellen, als wenn die Welt verginge. Man sagt sonst den Schneidern nach, sie seyen furchtsam, aber dieser war es nicht, denn er spottete des wilden Jägers und schrie: „huhu, huhu, kliffklaff, kliffklaff!“ [250] und hetzte die Hunde noch mehr an; da kam aber ein Pferdefuß ins Fenster hereingefahren und schlug den Schneider vom Tische herab, daß er wie todt niederfiel. Als er wieder zur Besinnung kam, hörte er eine fürchterliche Stimme:

wust du met mi jagen, dan sost du auk met mi knagen!

ich weiß gewiß, er wird nie wieder den wilden Jäger geneckt haben.

Autor: Brüder Grimm Titel: Der wilde Jäger und der Schneider aus: Deutsche Sagen, Band 1, S. 249–250 Auflage: 1. Auflage Erscheinungsdatum: 1816

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