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sagen:der_nachtjaeger

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Der Nachtjäger

In der Lobendorfer Heide ist der Nachtjäger oft gehört worden, ja der alte Matschenz erzählt, dass als er in einer Sommernacht von Laasow nach Lobendorf durch die Heide mit Hammeln getrieben, sei von der Schäferei her, als er kaum ein Stück auf dem Wege gewesen, der Nachtjäger gekommen. Er erzählt, so etwas habe er in seinem Leben nie gesehen. Da seien Hunde, Pferde und Menschen gewesen, ein Geschrei, ein Gebelle und ein Gepfeife habe sich hören lassen, Peitschen hätten geknallt und Hörner wurden geblasen; das habe eine Viertelstunde gedauert, bis der Zug vorüber gewesen. Als die Schafe das Geschrei und Getobe gehört, seien sie alle in einen Haufen zusammengerannt, und hätten gar nicht von der Stelle gewollt.

Der alte Kokel erzählt, dass sie einst in der Lobendorfer Heide mit einer Bekannten Zacken gebrochen; plötzlich hatten sie gehört, wie der Nachtjäger mit großem Geschrei und Geheule in der Heide herumgezogen sei. Es sei auf einmal ein fürchterlicher Sturm losgebrochen, so dass die Bäume sich bis zur Erde gebogen; dazu hätten sie Geschrei und Hundegebell vernommen. Darauf sei es ganz finster geworden, so dass sie vor Schreck aus dem Walde gelaufen wäre. Das Unwetter und Unwesen habe wohl zehn Minuten sich hören lassen, dann sei alles still geworden.

Quelle:


sagen/der_nachtjaeger.1671528629.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)