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Der freigebige Rübezahl - 1. Sage

Von Rübezahls Freigebigkeit hat man außerdem noch viele Beweise, wie folgende Geschichten lehren:

Ein armes Weib ging aufs Gebirge, um Wurzeln zu suchen. Da kam Rübezahl als ein Bauer zu ihr, redete sie an und fragte, was ihr Begehr hier oben sei. Die arme Frau gab ihm zur Antwort, sie suche nur etliche Wurzeln, welche sie in die Apotheke tragen und verkaufen wolle.

»Wohlan«, sagte Rübezahl, »weil ich sehe, dass Ihr es nötig habt, kommt mit mir. Ich will Euch an einen Ort führen, wo Ihr Wurzeln in Menge findet.

Also ging die Frau mit ihm, bis sie an eine Stelle kamen, da war ein Loch im Felsen voll lauter Dukaten.

Rübezahl hieß sie nehmen, so viel sie wollte. Sie war jedoch bescheiden genug, aus Habgier nicht allzu tief zu greifen.

Quelle: Hermann Kletke, Das Buch vom Rübezahl, Verlag von Trewendt & Granier, Breslau, 1852


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