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Wie Rübezahl mit Schatzgräbern umgeht
Als sich im Jahre 1572 etliche geldgierige Bergleute zusammentaten und am Flinsberg im Riesengrund einen Schatz suchten, meinten sie, des Berggeistes mächtig zu werden, und fingen an, ihn auf das Schrecklichste zu beschwören. Der so gebannte Hüter des Schatzes stellte sich auch ein, aber derartig mit Donner und Blitzen, dass die Schatzgräber in großen Ängsten und Schrecken kaum entrinnen konnten.
Ähnliches soll zum Öfteren verwegenen Italienern begegnet sein, welche gekommen waren, um mit allerhand Zauberkünsten und Teufelsbannungen Schätze zu graben, wobei sie jedoch etlichemal in den Gründen und Klüften des Gebirges traurige Spuren haben hinterlassen müssen. Gar mancher ist froh gewesen, mit Spott und Schande davonzukommen und nur sein Leben zu retten.
Quelle: Hermann Kletke, Das Buch vom Rübezahl, Verlag von Trewendt & Granier, Breslau, 1852
