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maerchen:deutschemaerchenundsagen037

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Der trunkene Peter

Ein Trunkenbold, der jeden Abend spät im Wirtshaus blieb, hatte bei all seinen schlechten Gewohnheiten doch eine gute. Die war, dass er, wenn er nach Hause ging, erst das große Christusbild auf dem Markt grüßte.

Eines Abends nun kam er auch wieder an dem Bild vorbei und sprach: »Guden Avond, lieve Heer!«

Der Küster hatte sich aber hinter das Bild versteckt und antwortete mit einer ganz groben Stimme: »Guden Avond, satte Peer!«

Peter horchte auf, denn er meinte, er hätte sich verhört, und sprach noch einmal: »Guden Avond, Heerke lief!«

Doch da schrie die Stimme noch viel härter als zuvor: »Guden Avond, satte Dief!«

Da hätte aber einer den Peter laufen sehen sollen! Er war in seinem Leben nicht so schnell nüchtern geworden und hatte auch von da ab keinen Mut mehr, sich je wieder zu betrinken.

Quellen:


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