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Die Lausitz

  (Quelle: Wikipedia)

Die Lausitz (etwa „sumpfige, feuchte Wiesen“;niedersorbisch Łužyca, obersorbisch Łužica, polnisch Łużyce, tschechisch Lužice, im Jahre 1005 noch Luzici vom slawischen luzicy für niedriges Sumpfland) ist eine Region in Deutschland und Polen. Sie umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten des Freistaates Sachsen sowie Teile der polnischen Woiwodschaften Niederschlesien und Lebus. Die Lausitz gliedert sich von Nord nach Süd in Niederlausitz, Oberlausitz und Lausitzer Gebirge. Heute bildet der Spreewald den nördlichsten Teil der Niederlausitz; ursprünglich reichte sie bis zum Berliner Müggelsee. Vom Lausitzer Gebirge gehört nur der deutsche Teil, der meist Zittauer Gebirge genannt wird, zur Lausitz, nicht aber der tschechische Teil. Die Lausitzer Neiße bildet heute die Grenze zwischen dem deutschen und dem polnischen Teil der Lausitz.

Die Lausitz bedeckt eine Fläche von etwa 11.000 km² und hat rund 1,4 Mio. Einwohner. In Sachsen zählen zur Oberlausitz der Landkreis Görlitz sowie der größte Teil des Landkreis Bautzen. In Brandenburg gehört zur Oberlausitz der Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Zur brandenburgischen Niederlausitz gehören die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße, Teile der Landkreise Elbe-Elster , Dahme - Spreewald und Oder-Spree sowie die kreisfreie Stadt Cottbus.

Geographie

Die Lausitz unterteilt sich in zwei landschaftlich völlig unterschiedliche Teile, die Ober- und Niederlausitz. Die Niederlausitz wird im Nordwesten durch den Fläming und im Westen durch die Schwarze Elster begrenzt, im Osten reicht sie bis nach Polen. Die östliche Grenze ist dort in etwa der Bober.

Nördlichster Punkt der Lausitz ist Eisenhüttenstadt-Fürstenberg. Die Niederlausitz ist größtenteils ein Tiefland, das ursprünglich von ausgedehnten Mooren, Bruchwäldern und Buchen-Eichenwäldern bedeckt war. Im 19. Jahrhundert wurden verbreitet Kiefernforste angepflanzt. Die Grenze zwischen Ober- und Niederlausitz verläuft nahezu entlang einer Linie Hoyerswerda-Weißwasser und deckt sich dann nahezu mit dem Verlauf der Schwarzen Elster.

Die westliche Grenze der Oberlausitz bildet in etwa die Bundesautobahn 13 zwischen Ruhland und Dresden, die östliche Grenze ist der Fluss Queis in Polen. Die Oberlausitz zeigt ein ganz anderes Bild als die Niederlausitz, sie führt vom Oberlausitzer Bergland (Gebiet um Kamenz und Bautzen) bis hoch zum Isergebirge (höchste Erhebung: Tafelfichte (1.124 m ü. NN)). Der südlichste Punkt der Lausitz ist in der nord-böhmischen Stadt Nový Bor zu finden.

Landschaften bzw. Naturräume der Lausitz sind der Spreewald, Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, Lausitzer Becken- und Heideland, Oberlausitzer Heideland, Oberlausitzer Bergland, Westlausitzer Hügel- und Bergland einschließlich Dresdener Heide, Sächsisch-Böhmisches Kreidesandsteingebiet mit dem dazugehörigen Zittauer Gebirge. Auf tschechischer Seite schließt sich das Lausitzer Gebirge an.

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