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Unterharzische Sagen
Heinrich Pröhle
Mit Anmerkungen und Abhandlungen
»Die volkssage will aber mit keuscher hand gelesen und gebrochen sein. wer sie hart angreift, dem wird sie die blätter krümmen und ihren eigensten duft vorenthalten. in ihr steckt ein solcher fund reicher entfaltung und blüte, dass er auch unvollständig mitgetheilt in seinem natürlichen schmuck genugthut, aber durch fremden zusatz gestört und beeinträchtigt wäre. wer diesen wagen wollte, müste, um keine blösse zu geben, in die unschuld der ganzen volkspoesie eingeweiht sein, wie der ein wort zu ersinnen ausgienge, in alle sprachgeheimnisse. aus elben elfen machen heisst unserer sprache gewalt thun; an farbe und gehalt der mythen selbst ist sich noch schonungsloser vergriffen worden. man meinte die volkssage zu überbieten, und ist immer hinter ihr geblieben; nicht einmal soll da, wo sie lückenhaft vortritt, eine ergänzung vorgenommen werden, die ihr wie alten trümmern neue tünche ansteht, und mit ein paar strichen schon ihren reiz verwischt. Ihre manigfaltigkeit in der einstimmung überrascht, an unerwarteter stelle spriessen verschönernde nebenzüge, doch nicht auf jedem boden geht sie üppig hervor und erzeigt sich streckenweise mager oder spröde; zumal belebt ist sie da, wo reime und formeln in ihr auftauchen. ergibigste ausbeute scheinen die samlungen zu gewähren, die mitten in einer sagenreichen landschaft sich erhebend aus ihr nach allen seiten sorgfältig schöpfen, ohne weit die grenze zu überschreiten; so hatten Otmars Harzsagen ein günstiges feld vor sich, das wol in gleich eingehaltner schranke nochmals durchzogen zu werden verdiente.«
J a c o b G r i m m am 28. April 1844.
Sagen von Thale und der Roßtrappe
- 2. Hünen und Riesen im Bodegebirge - 2. Sage
- 3. Die Sage von der Roßtrappe - 1. Sage
- 4. Die Sage von der Roßtrappe - 2. Sage
- 5. Die Sage von der Roßtrappe - 3. Sage
- 6. Das Bärensdorf - 1. Sage
- 7. Das Bärensdorf - 2. Sage
- 8. Fahle Hölle
- 9. Der stille Sumpf und der Warnstedt'sche Teich - 1. Sage
- 10. Der stille Sumpf und der Warnstedt'sche Teich - 2. Sage
- 11. Die Siebensprünge - 1. Sage
- 12. Die Siebensprünge - 2. Sage
- 13. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 1. Sage
- 14. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 2. Sage
- 15. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 3. Sage
- 16. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 4. Sage
- 17. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 5. Sage
- 18. Der Mönchenstein vom Kloster Wendhausen - 6. Sage
- 19. Die Linde am Bodekessel und der Zwerg
- 20. Pfingstopfer an der obern Mühle bei Thale
- 21. Nickelmänner und Wassermänner in der Bode - 1. Sage
- 22. Nickelmänner und Wassermänner in der Bode - 2. Sage
- 23. Nickelmänner und Wassermänner in der Bode - 3. Sage
- 24. Die Zwerge im unteren Bodethale - 1. Sage
- 25. Die Zwerge im unteren Bodethale - 2. Sage
- 26. Die Zwerge im unteren Bodethale - 3. Sage
- 27. Die Mahleiche
Sagen von Alten-Brak, von der Schönburg und von Treseburg
- 28. Die Nahrungsgeister von Alten-Brak - 1. Sage
- 29. Die Nahrungsgeister von Alten-Brak - 2. Sage
- 30. Die Nahrungsgeister von Alten-Brak - 3. Sage
- 31. Die Nahrungsgeister von Alten-Brak - 4. Sage
- 32. Der Brunnen auf der Schönburg
- 33. Kegelspiel auf der Schönburg
- 34. Osterfeuer auf der Schönburg
- 35. Der Hasenteich bei Alten-Brak - 1. Sage
- 36. Der Hasenteich bei Alten-Brak - 2. Sage
- 37. Der Hasenteich bei Alten-Brak - 3. Sage
- 38. Die Spükeiche
Sagen vom Rübeland und der Baumannshöhle
- 39. Der Ziegenbock auf der Woistenkirche
- 40. Die Hundekirche
- 41. Der schwarze Mann zwischen der Rapbode und der alten Burg
- 42. Die Jungfer auf der alten Burg bei Rübeland
- 43. Hüttenkobolde - 1. Sage
- 44. Hüttenkobolde - 2. Sage
- 45. Geister in der Baumannshöhle - 1. Sage
- 46. Geister in der Baumannshöhle - 2. Sage
Sagen von Quedlinburg
- 47. Der Vogelheerd bei Quedlinburg
- 48. Henrich der Vogler und die Stadt Quedlinburg
- 49. Das Ritterfeld
- 50. Vom Kirchenraube
