Südöstlich vom Großen Zschirnstein an der Alten Tetschener Straße steht neben „Kreusels Eiche“ ein altes Steinkreuz mit einem Kreuz und der Jahreszahl 1549. Die alte Eiche ist bereits 1875 einer Neuanpflanzung gewichen und der Stein wohl ebenfalls ersetzt worden. Früher hieß der Stein „Schächers Kreuz“. Hinter dem Namen der Eiche sowohl auch des Steines verbirgt eine düstere Geschichte.
So soll der Name „Kreusels Eiche“ an die Ermordung des Förstersohnes Kreusel aus reinhardsdorfschoena durch einen böhmischen Wilddieb erinnern. Der Förstersohn soll 1549 an dieser Stelle erschossen worden sein.
Der Beriff „Schächer“ oder „Schecher“ wurde noch weit nach Ende des Mittelalters für Räuber oder Verbrecher verwendet. So lässt also vermuten, dass dieser Stein ein uraltes Zeugnis für die Hinrichtung eines Wegelagerers oder Strauchdiebes an diesem Orte ist. 1)
Quelle: Die Sagenwelt der Sächsischen Schweiz, Sven Wusch, 2024