Die Wettiner gelangten in der Mitte des 15. Jahrhunderts in den Besitz des Vorderen Raubschlosses und nutzten es fortan als Kerker. Einst befand sich in diesem Kerker ein Junker aus Dresden, der seinen Wohlstand dem Handel mit dem Orient verdankte. Er besaß einen zahmen Affen, der aufs Wort gehorchte. Als seine Einkerkerung bekannt wurde begab sich sein Diener mit dem Affen und einem langen Hanfseil ins meissnerische Hochland, um seinen Herren zu befreien. Am Ziel angelangt band der Diener dem Affen ein Seilende um den Leib und dieser kletterte am senkrechten Fels zum Vorderen Raubschloss. Der Affe gelangte unbemerkt zu seinem Herren, dem mit dem Seil die Flucht aus seinem Kerker gelang. Die Flucht endete erst in Prag, von wo sich die Geschichte über die Affensteine in alle Welt verbreitete.
Quellen: