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Von der Hexe zu Geba

Zu Geba kam eine Frau in die Wochen. Da ihre Leute den Besuch einer Here aus dem Dorfe fürchteten, so hatte man vorsorglich die Schwelle mit ††† versehen, daß die Hexe hier keinen Zutritt haben konnte. Diese verwandelte sich daher Nachts in eine schwarze Kaze und kragte jämmerlich miauend an dem Fenster, um so vielleicht durch dieses doch noch ins Haus zu kommen. Die Wöchnerin aber wurde dadurch gewaltig geängstigt, bat ihren Mann, ihr Ruhe zu verschaffen, und dieser eilte nun hinaus, ergriff die Mistgabel und stach der Katze drei Löcher in den Leib. Am andern Morgen lag die Hexe krank zu Bette und mußte den Feldscheer rufen und sich von dem die Wunden kuriren lassen. Dem freilich er: zählte sie, daß sie Nachts vorher in etwas Spißiges gefallen sei.

Quellen: