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Till Eulenspiegel

Mal kam Till Eulenspiegel, Hajnspigel, in Liskau auf die Oelmühle. Die Müllerin buck gerade Plinse (mlinc) und er hielt bei ihr um eine kleine Gabe an, allein sie gab ihm nichts, auch keinen Plinz. Er aber hatte »Appetit« und wurde ärgerlich, hob der Frau die Röcke hoch und setzte sie mit dem blanken Hintern auf den Rost1), so dass sie sich ganz verbrannte. S.

Zwischen Tschernitz, Cersk, und Klein-Düben, Mały Džewink, ist ein Graben, immer im Zickzack, den hat Hainspiegel ausgepflügt. S. I, 186.

Quelle: Schulenburg, Willibald von: Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte. Berlin: Nicolai, 1882, S. 12.


1)
Škorodłej Plinseisen, das auf den Dreifuss trybušk gesetzt wird.