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Ströbitz
Der Wendenkönig ritt stets auf einem weißen Rosse: wenn er nun so beritten in die Luft steigen wollte, zog er die Mähne oder die Zügel des Rosses an. Dann erhob sich das edle Thier mit ihm in die Luft und er konnte von oben herab die Stellungen der Feinde beobachten. Hatte er dies gethan, so kehrte er zu den Seinen zurück, gab seinen Kriegern die nöthigen Befehle, umringte mit seinem Heere die Feinde und besiegte dieselben dann stets.
Quelle: Edmund Veckenstedt: Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche. Leuschner & Lubensky, Graz 1880