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Rückblick

  Nro. 4. „Freiburgs Gründung“. S. 6. ff.

Was Berthold angestrebet,
Gar herrlich ist’s gedieh’n;
Noch lebet, schwebt und webet
Sein Geist wie Morgenglühn.
Aus seiner Saat entsproßten
Der edeln Keime viel;
Sie blühten und sie schoßten
Und reiften frisch zum Ziel.

Wer je bei Freiburgs Söhnen
Der trauten Herberg pflag;
Er lebte manchen schönen
Und lebensfrohen Tag.
Gern denket er der Frauen
Und Mägdlein wundermild,
Die man dort mag erschauen
Lustwandelnd durch’s Gefild.

Doch mir war höchst Gefallen
Der Dom in seiner Pracht,
Mit seinen heil’gen Hallen,
Von Stifters Geist erdacht.
Auch möcht’ ich rühmend preisen
Die Bürger insgemein;
Die Stadt in ihren Kreisen
Wird stets verschönert sein.

Von Berthold aber singe,
Wer immer singen kann,
Daß weit sein Ruhm erklinge,
Er war ein deutscher Mann.
Sein Leben ohne Tadel,
In Sitten gut und recht;
Das gab ihm wahren Adel
Und adelt sein Geschlecht.

Quelle: Heinrich Schreiber, Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend, Druck und Verlag von Fr. Xav. Wangler, 1. Auflage von 1867