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Die versunkene Stadt im Grabowsee

  Acten der Pomm. Gesellschaft für Geschichte

In der Gegend zwischen Sellenthin und der Cummerowschen Meierei, im Kreise Demmin, liegt ein See, der Grabowsee genannt. Hier hat in früheren Zeiten eine Stadt, Namens Grabow, gestanden, die einstmals durch eine Erderschütterung zu Grunde gegangen, und dem See die Entstehung und den Namen gegeben hat. Die Leute sagen, daß man bei hellem Wetter die Thürme der Stadt noch auf dem Grunde des Wassers sehen könne. – Nahe bei dem See sieht man noch die Ruinen einer Burg, welche von den Leuten der Gegend das Grabow-Schloß genannt werden.

Quelle: J. D. H. Temme, Die Volkssagen von Pommern und Rügen, Berlin, 1840, In der Nicolaischen Buchhandlung