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Sagensammlung von M. Rothe
Es war einmal ein Bauer in Döbern (Dabern), der war mit dem Gendarmen feind und wollte ihm einen Schaden tun und hatte das verschworen. Doch das hatte der Gendarm erfahren, und er war auf der Hut vor dem Bauern.
Einmal traf der Gendarm den Bauern in der Heide, und da wollte dieser wilddieben. Der Gendarm war zu Pferd und der Bauer zu Fuß, und als der Gendarm ihn fangen wollte, lief er hinter einen Baum und machte seine Flinte fertig, und der Gendarm ritt immer um den Baum herum und wollte den Bauern mit seinem Säbel schlagen und verwunden. Er konnte ihn aber nicht kriegen. Mittlerweile, wie sie immer um den Baum herumjagten, hatte der Bauer seine Flinte fertig geladen, und nun schoß er den Gendarmen tot. Nachher kam die Sache raus, und der Bauer kam in „Priesonk“. Aber da, wo er den Gendarmen totgeschossen hatte, pflanzte man eine Fichte, und das ist auf dem Wege von der Chaussee nach Pahlsdorf zu.
Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1993. Nr. 14