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R. Scharnweber, in Niederlausitzer Mitteilungen 1931
In Prießen an der Wegbiegung zum Vorwerk steht ein Stein, der nach Meinung von Leuten des Ortes ein Denkstein aus dem „russischen Kriege„ oder nach anderer Meinung ein alter Meilenstein oder ein Prellstein sei. Von dem ehemaligen Kreuz ist nur noch der Stamm vorhanden, an dem die Armansätze aber deutlich erkennbar sind.
Als im Jahre 1852 der Amtmann Glaesel das Gut Prießen kaufte, befand sich an dem Kreuz noch der rechte Arm. In den folgenden Jahren ist dieser dann abgefahren worden. Die Beseitigung des Kreuzsteines verhinderte später der Besitzer durch den Hinweis, daß der Stumpf zu einem Kreuz gehöre, das demselben Zweck gedient habe wie das Arenzhainer Kreuz.
Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1993. Nr. 3