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Die Lindenaer Kreuze

  R. Scharnweber, in Niederlausitzer Mitteilungen 1931

Zwei Kreuze befanden sich bis 1896 in Lindena bei Dobrilugk.

Als die Mönche aus dem Kloster Dobrilugk vertrieben wurden und nach Prag zogen, waren es ihrer so viele, daß der Zug von der Brücke in Dobrilugk, an der die beiden Säulen stehen, bis zu der Stelle reichte, wo die beiden Kreuze in Lindena standen. Die Mönche gingen paarweise, und die Glocken läuteten so lange, bis die letzten Mönche die Brücke passierten. Da setzte das Glockengeläut aus, und die ersten, die in Lindena angekommen waren, bezeichneten nun die Stelle, wo sie gerade waren, und dahin wurden später die Kreuze gesetzt, um zu zeigen, wieviel Männer damals im Kloster Gott gedient hätten.

Prozessionskreuze

  R. Scharnweber, in Niederlausitzer Mitteilungen 1931

Wenn die „Katholschen„ eine Prozession machten, gingen sie immer bis Lindena, bis zu der Stelle, wo die Kreuze errichtet waren.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1993. Nr. 2