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Der Schatz vom Buchbornberg

  Sagensammlung von M. Rothe

In der Nähe von Schönborn hatte es früher einmal eine Wendensiedlung gegeben. Dort wohnten kleine Erdmännchen, die Luttchen.

Das besagt u. a. folgendes: Es hat früher einmal Scherbenfunde und kleine Tongefäke dort am Buchbornberg gegeben. Dann ist noch eine Wasserstelle da, die den Menschen früher als Wasserentnahmestelle diente. Buchborn oder Buchbornquelle genannt. Und dann ist da noch die Aussage der Muhme Kümmel aus dem Armenhaus, die immer wieder erzählte: „5 Schüsseln Gold sind auf dem Buchbornberg vergraben!“ Das war der Schatz der ehemaligen Wendensiedlung, der sicher vor einer möglichen Zerstörung vergraben wurde. Diese erhaltene Information verdanken wir wahrscheinlich einigen Überlebenden dieser alten Wendensiedlung, die möglicherweise nach der Zerstörung ihrer einstigen Wohnstätte in die benachbarte Wendensiedlung Dobraluh zogen.

Es wurde schon oft dort gegraben, aber der Schatz konnte bisher noch von keinem gehoben werden. Dabei sollen dann die Braunkohlenfunde gemacht worden sein. Von 1847 bis 1908 arbeitete dort die Grube „Pauline“.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1992. Nr. 19