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Die Kirche in Rietzneuendorf

Von der Gründung der am 9. Oktober 1704 fertiggestellten Kirche erzählt die folgende Sage: Ein reicher Herr hatte einen schönen teuern Hund, der ihm entlief. Er setzte eine große Belohnung aus, aber niemand konnte ihm den Aufenthalt des Hundes nachweisen. Da erfuhr der Herr Adam von Stutterheim, dem ein prächtiges Tier zugelaufen war, von der Auslobung. Er benachrichtigte den Herrn und siehe da, der zugelaufene Hund war der gesuchte. Stutterheim bekam die ausgesetzte Belohnung, die so groß war, daß er davon die Kirche in Rietzneuendorf bauen lassen konnte. Seit dieser Zeit geht die Rede: Rietzneuendorf hat seine Kirche um einen Hund bekommen.

Quelle: Robert Scharnweber & Otto Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau N.-L., Berlin 1933