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Eine mündliche Überlieferung aus Nordstetten. Nach einer anderen Erzählung soll es der letzte Herr von Isenburg gewesen sein.
Bei Nordstetten sieht man noch die Ruine der Burg, die einem Herrn von Schleitheim gehörte. Derselbe forderte einst am Vorabend des Andreastages seine Leute auf, doch nur fortzuarbeiten und zu spinnen. Er selbst wolle am morgenden Tag mit dem heiligen Andreas schon reden und es verantworten, worauf die Dienerschaft an ihrer Arbeit blieb. Als der Edelmann aber am folgenden Tag in die Kirche zu Nordstetten kam, stolperte er über einen Hund und fiel tot zur Erde. Zum Andenken an dieses Ereignis wurde er mitsamt dem Hund in Stein abgebildet, und dieses Bild ist noch jetzt in der Kirche zu Nordstetten zu sehen.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852