Edmund Veckenstedt: Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche. Leuschner & Lubensky, Graz 1880
Auf der Stradower Brücke ist es nicht richtig, wie die Leute des Dorfes versichern. Dort haben schon viele eine weiße Frau gesehen, welche mit klagender Gebärde an der Brücke sitzt. So wie die Leute dort vorüber gehen, verschwindet sie, dann aber hockt sie den Vorübergehenden auf, so diese eine schwere Last zu tragen haben.
Die also Geplagten sind froh, wenn sie die ersten Häuser von Stradow erreicht haben, denn dort verschwindet der Spuk.
Quellen: