Die Schatzgräber im Schlossberg

Außerordentlich wichtige Funde am Burger Schlossberg gaben, wie wir gelesen haben, Aufschluss auf die Burger Geschichte und darüber hinaus. Da sie veröffentlicht wurden, zog es manchen hier her, um nach Schätzen zu buddeln, bis es dann ein Schatzgesetz gab. Aber schon seit alters her munkelte man von unvergleichlich mächtigen Schätzen am Schlossberg. Diesen Umstand geschuldet sind wohl auch viele Sagen, die sich darum reigen. Eine Sage davon ist folgende:

Ein Reisender kam in die Burger Mühle und erfuhr von den Schätzen, die in der Tiefe des Schlossbergs ruhen sollen. Er war gar verlockend, etwas davon zu besitzen. Und so wollte man denn auslosen, wer mit einer Leine in das Loch hinabgelassen werden sollte. Das Los fiel auf den Müller. Man ging auf den Hügel, fand das Loch und ließ den Müller runter. Der ging unter einem Gang entlang und kam an eine eiserne Tür. Da packte in große Furcht, zupfte an der Leine, damit man ihn hinaufziehe. Nicht viel besser erging es einem fremden Mühlenbescheider. Der kam vor mehr als 100 Jahren auch nach Burg. Im Gasthaus machte man ihn betrunken, führte ihn zum Schlossberg, seilte ihn in das tiefe Loch hinab. Der Fremde sah vier Türen, alle wurden von einer großen Schlange bewacht. Die hob den Kopf und zischte. Da ließ er sich wieder hochziehen. Auch andere Sagen gehen ähnlich aus: Die Schätze im Schlossberg blieben ungehoben!

Quellen: