Der Graf Christian, welcher in den Lübbenauer Spreewald hineingebannt ist, soll einst zwei Mägden aus der Buschmühle im Spreewalde erschienen sein. Beide waren von ihrer Herrschaft nach dem Busch geschickt worden, um dort Gras zu schneiden. Das Gras stand aber an der Stelle nicht sehr dicht. Da sagte die eine Magd: „Ich werde mich hier nicht plagen und so oft bücken, ich gehe nach dem Verbannungsplatz, dort ist besseres Gras.“ Wie sie gesagt hatte, so tat sie. Sie fing an, dort emsig zu schneiden, so dass sie bald eine große Hucke zusammengebracht hatte. Da dachte sie, jetzt ist es genug, legte das Gras in ihr Tuch, band sich dasselbe auf den Rücken und machte sich auf den Heimweg. Aber siehe da, auf einmal saß da etwas oben auf ihrer Grashucke, so dass die Magd nicht im Stande war, sich von der Stelle zu bewegen, ja beinahe im Morast versunken wäre. Endlich wurde es ihr leichter und sie konnte nach Hause gehen. In Folge des erlittenen Schreckens aber erkrankte sie und verstarb nach zwei Tagen.
Quellen: