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Schlechtenwegen und Steinfurt

Als die lieben heiligen Apostel Petrus und Johannes in das Gebirge zogen, das Evangelium zu predigen, kamen sie auch in die Gegend von Altenschlirf. Da ging es ihnen aber mächtig übel. Denn es lagen so viele grausige Steine auf den Wegen, dass ihre Schuhe an den Füßen vollends zerrissen und sie mit schwerem Seufzen barfuß gehen mussten. Umso mehr freuten sie sich, als sich danach der Weg besserte. Sie riefen fröhlich, als sie dies sahen: »Stein fort!« Von dieser Begebenheit haben die Dörfer Schlechtenwegen und Steinfurt ihre Namen.

Quelle: Oberhessisches Sagenbuch, Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873