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Hart am Weg zwischen Niedermoos und Metzlos steht der Märzenstrauch, ein Gebüsch, an welchem man zur Nachtzeit nicht gerne vorbeigeht. Ein boshafter Geist wohnt darin und springt den Vorübergehenden unvermerkt auf den Rücken. Ist er auch zentnerschwer, müssen sie ihn doch hockeln, so schnell sie laufen können, sonst drückt er ihnen die Kehle zu. Die Ermatteten und vor Todesangst halb Ohnmächtigen lässt er erst vor dem Dorf wieder los. Es könnte mancher ein Stücklein davon erzählen.
Quelle: Oberhessisches Sagenbuch, Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873