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Ein Felsgeröll auf dem Wintersberg, einem einzelnen hohen Basaltkegel bei Freiensteinau, führt den Namen der wilde Stein. In ihm ist eine ziemliche Vertiefung, die sieht aus fast wie eine Krippe, und Alt und Jung heißt sie die Christkindchenswiege. Jungfrau Maria, die Hochgebenedeite, soll hier auf ihrer Wanderung einmal über Nacht geblieben sei, und ihr holdes Jesuskind hineingelegt haben. Andere aber sagen, es wäre die Frau Holle gewesen. Vor Jahren wurde hier immer auf Johannistag Musik und Tanz gehalten.
Quelle: Oberhessisches Sagenbuch, Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873