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Der Schatz zu Laßfelde

Ein junger Bauer Namens D… in Laßfelde träumte drei Nächte hintereinander, er solle auf eine Brücke vor Lauterberg gehen, da würde er etwas Neues erfahren. Nach der dritten Nacht ging er auf die Brücke und da kam ein Schneidermeister, der fragte, was er da säße. Da erzählte er, was ihm geträumt hatte und da sagte der Schneidermeister: bei D. in Laßfelde stände unter einem Baume ein Kessel voll Geld, das hätte der alte D. da vergraben und wenn man zwei schwarze Ziegenböcke, die ein Jahr alt wären, nähme und die auf der Stelle tanzen ließe, so könnte man erlangen, daß das Geld blos würde. Da ließ er zwei solche Ziegenböcke da tanzen und dadurch ward da ein kleiner Braukessel mit Geld los. Den hat er mit seiner Frau herausgehoben, aber sie haben immerfort dabei gesprochen und als sie es in die Stube gebracht haben, ist es von dem Schwatzen nichts als Pferdedreck gewesen. Da warfen sie den Pferdedreck auf die Mische (den Mist). Nachher aber kam eine Frau, die hielt um etwas Pferdemist an, um den Kessel damit auszukochen, da gaben sie ihr von diesem Mist und als sie damit nach Haus kam, war es Gold. Da kam die Frau wieder und wollte ihnen den ganzen Hucken (Haufen) Pferdemist abkaufen. Sie gaben ihr den ganzen Hucken hin und als sie ihn eine Zeit lang im Hause hatte, ist der Pferdemist bei ihr wieder Gold geworden. Nach kurzer Zeit wechselte die Frau bei D. Gold und sagte dabei, daß es von dem Pferdemist wäre und da hat der Bauer D. sich aus Aerger erschossen.

Quellen: