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Am Hohenstein erschien oft eine schön gekleidete Juffer. Sie trug einen seidenen Schirm in der Hand und ein silberbeschlagenes Buch; auf dem Haupte hatte sie einen schönen Kranz. Das war die Juffer vom Hohenstein, und das Buch war das Totenbuch.
Keiner durfte die Juffer ansprechen; wer aber mit ihr sprach, wurde in das Totenbuch geschrieben und musste noch im selben Jahre sterben.
Quelle: Heinrich Hoffmann Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet, 1914, Nr. 346