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Die letzten Sprossen der Familie, welche sich nach diesem Schloss nannte, waren zwei Brüder, welche aber aus Geiz nicht heirateten und auf jede Freude geselligen Lebens verzichteten. Die einzige Freude und Gesellschaft, welche sie sich erlaubten, war eine Meise, doch wurde das arme Tier so sparsam gehalten, dass es jeden Tag nur eine Nuss bekam. Da berechneten die Brüder aber eines Tags, dass da das Jahr 365 Tage habe, die Meise ihnen ebenso viel Nüsse koste. Das schien ihnen eine so schwere Ausgabe, dass sie erschrocken über diese arge Verschwendung den Käfig und das Fenster öffneten und die Meise fliegen ließen.
Am Gründonnerstag soll auf der Burg ein Koch umgehen, der mit Steinen wirft und andere Neckereien treibt.
Quellen: