<<< vorherige Sage | Hessische Sagen | nächste Sage >>>
Es ist bei den Leuten der Glaube, dass es Regen gibt, wenn in der Quittenwiese zu Staden das Gras gemäht oder Frucht geschnitten wird. Woher das komme, das erzählt die folgende Sage: Vor alters sollte einmal eine Kindesmörderin hingerichtet werden. Vergebens bat sie um Gnade und beteuerte, sie sei unschuldig. Als sie nun zum Tode geführt wurde, sprach sie: »Ich bleibe dabei, dass ich unschuldig bin und zum Zeichen dafür soll es immer regnen, wenn in der ›Quirrewiss‹ gemäht oder Korn geschnitten wird.« Sie wurde hingerichtet, aber seit der Zeit gibt es jedes Mal Regen, wenn in der genannten Wiese Heu oder Grummet gemäht oder Korn geschnitten wird, ein offenbares Zeichen, dass sie des Mordes unschuldig war.
Quellen: