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Südwestlich von Herbstein liegt das Haselwäldchen. Man nennt es auch den Burgfrieden und soll dort in alten Zeiten eine Burg nebst einer Kirche gestanden haben.
Lange Zeit danach weideten dort die Schweine und wühlten eine Glocke von 1100 auf. Da nun der Ort eine Koppelhut zwischen Herbstein und Langenhain war, so wollten die Langenhainer den Herbsteinern die Glocke nicht gönnen, sondern machten auch Anspruch darauf. Man kam endlich überein, es sollten zwei blinde weiße Pferde vor die Glocke gespannt werden, und wohin diese sie zögen, dem Ort sollte sie sein. Die Pferde aber zogen sie nach Herbstein, und sie blieb dort bis zum Jahr 1842, wo sie umgegossen wurde.
Quellen: