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Zwischen Staden und Untermockstadt in den Wiesen, welche nach althessischer Seite die Nidda begrenzt, liegt Gemeindegelände, der Einhof genannt. Es gehört zu Stade und man erzählt, dass dort vorher ein Kloster gestanden habe, von welchem sich noch lange ein Keller erhalten haben soll.
Vor alters nun ging eine Magd einmal in den Einhof graben. Ais sie eine Weile gegraben hatte, so bleibt ihr auf einmal die Schippe an etwas hängen, gerade so, als ob sie unter eine Wurzel geraten wäre. Sie guckt nach und findet die Schippe an einem Kesselhenkel hängen, an dem ein Kessel schwer von Geld war. Da hebt sie und hebt und hebt, aber sie bringt den Kessel nicht herauf, er ist ihr zu schwer. Sie besinnt sich nicht lang und ruft den Leuten zu, die in der Gegend auf ihren Stücken Land sind.
»Ihr Leut’ helft!«
Aber wie das Wort zum Maul heraus war, rappelte es in der Erde und der Kessel war versunken und sie hatte den Henkel an der Schippe hängen. Hätte sie geschwiegen und immer fort gehoben, so hätte das Geld gehabt.
Quellen: