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Der Höhmann

Zwischen Breitwiesen und Bensheim geht schon seit uralten Zeiten ein Geist auf den Bergen umher, welcher der Höhmann heißt. Er erscheint gewöhnlich als ein großer und starker grauer Mann, welcher beim Gehen den Boden nicht berührt, sondern in einer Höhe von ungefähr zwei Fuß über der Erde einherschreitet. Er läuft oftmals den Leuten nach und ruft: »He! He!«

Und wer dann stehen bleibt und auf ihn wartet, dem springt er auf den Buckel und reitet ihn, bis er zusammensinkt. Wem das begegnet ist, der lebt nicht mehr lang.

Der Höhmann zeigt sich auch bisweilen in der Gestalt einer Rehgeis und einmal hat ihn eine Frau aus Reichenbach gleich einem Affen auf einer Wiese herumspringen und Purzelbäume schlagen sehen. Er singt oftmals mit einer überlauten gellenden Stimme. Der Ort, an welchem er sich meistens aufhält, ist die Finsterhölle, eine Stelle im Wald, nicht weit von Knoden.

Quellen: