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Im Wald auf dem Hohenberg bei Dauernheim ist ›der wilden Frau Gestühl‹. Man nennt so eine auf der östlichen Bergseite befindliche Stelle mit einem hervorstehenden Felsblock, an welche sich mehrere abwärts umherliegende kleinere Steine ungefähr in einer Rundung anschließen. Jenes große Felsstück hat auf der oberen Fläche drei Vertiefungen zu drei Sitzen für drei Menschen und neben jedem dieser Sitze bemerkt man Eindrücke von den Ballen der Hände, dann unten an dem Felsstück Eindrücke, welche so aussehen, als ob sie von Fersen herrührten. Die kleinen Steine scheinen ebenfalls zu Sitzen gedient zu haben und heißen der Feuerherd. Die Leute sagen, mitten in der Rundung zwischen den kleineren Steinen und dem großen Felsstück habe früher ein steinerner, aus einem Stück bestehender Tisch gestanden, welcher aber schon vor langer Zeit nach Bingenheim unter die Linden vor dem Rathaus gebracht worden sei, wo man um ihn unter freiem Himmel Gericht gehalten habe. Von der wilden Frau Gestühl geht die Sage, es gewagt und es habe ihn seine Angst davon abgehalten. Der Gesang habe übrigens in seiner Nähe fortgedauert, bis er jenseits der Bruchbrücke gekommen sei. Da habe er ihn nicht mehr gehört.1)
Quellen: