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Am Petersberg im ehemaligen Fürstentum Fulda lebte einmal ein Probst, der ein sehr sittenloses und wollüstiges Leben führte. Er wurde oft vom Abt seines Klosters ermahnt, davon Abstand zu nehmen – aber vergebens. Er tafelte und zechte darauf los und dachte besonders im Winter nicht an die Not der vielen Armen, die nicht einen Bissen trocknen Brotes hatten. Daraufhin ereilte ihn die Strafe Gottes. Einst brachte er in der heiligen Adventszeit in seinem Wagen Gäste nach Hause, mit welchen er die ganze Nacht hindurch ein tolles Gelage gefeiert hatte. Als aber die Pferde so wild daher rannten, stieß der Wagen irgendwo auf der Straße an, der Probst stürzte heraus und mit dem Kopf so hart gegen einen Felsblock, dass er auf der Stelle tot war. Seitdem sieht man ihn stets im Advent kopflos in einem Wagen mit kopflosen Rappen umherfahren, dem ein schwarzer, feueräugiger Hund heulend folgt.
Quellen: