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Es gibt im Vogelsberg einen gestifteten Wald, welcher von drei Gemeinden zusammen benutzt wird. Ein altes Testament, welches über diese Schenkung besteht, sagt dabei, dass er nie geteilt werden dürfe und schließt mit den Worten:
Wer das Testament bricht,
Mit dem halt’ ich Vorstand am jüngsten Gericht.
Es fiel aber einmal einem Forstinspektor ein, sich über das Testament lustig zu machen und zum Trotz den Wald teilen zu wollen. Er ließ ihn darum in drei gleiche Teile abmessen und Grenzschneisen hauen. Doch das bekam ihm schlecht, denn er starb plötzlich und ritt seitdem jede Nacht spukend durch die Schneisen. Als man das gewahrte, beschloss des Forstinspektors Sohn, den Geist abzufangen. Er ging um Mitternacht zu einer der Schneisen, und als der Spuk dahergeritten kam, fragte der Sohn: »Wo hast du das verschuldet?«
Der Geist antwortete: »Da ich das Testament brach.«
Da rief der Sohn: »Du hast es gewusst, darum sollst du ewig reiten.«
Und so reitet der Forstinspektor noch immer herum und wird bis zum jüngsten Tag reiten.
Quellen: