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S. Zeller, Hirschbergische Merkwürdigkeiten. Hirschberg 1720, Th. I. S. 93.
Am 18. Mai 1549 ist ganz Hirschberg durch ein unversehenes Feuer, welches in Wenzel Schön's Malzhaus ausgekommen, innerhalb dreier Stunden abgebrannt. Zu dessen steter Erinnerung erblickt man noch an dem Teichmannischen Eckhause, in der Kirchgasse, zwei Köpfe nebst einer Kugel mit der Jahrzahl 1549. Inwendig aber sollen folgende Zeilen liegen:
Siehe was allhier die Kugel weiß,
Im Jahr und Tag es also heißt:
Groß Feuer hier ward angelegt
Zeugt Bildniß zweier Mältzer Knecht.
In dreyen Stunden die ganze Stadt
In Aschen niedergeleget ward,
Mit Kirchen, Schule, Rath- und Zeughaus
Nur stehen blieb das Pulverhaus.
Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau 1868/71