<<< zurück | Einst spukte es in unserer Region | weiter >>>

Das Irrlicht von Klingmühl

  Sagensammlung von M. Rothe,
  vergl. LHK 1937,
  Info durch Ortschronist B. Griebner, Klingmühl, 
  Info durch H. Schliebner,

Irrlichter konnte man häufig bei uns in Klingmühl beobachten, wenn man spät abends oder gar des Nachts an den uralten Pappeln stand, die sich einstmals an der Schäferei in Klingmühl neben Thiemigs Töpferei befanden. Schaute man von hier oder auch vom Uhlengrund nach dem Wagnerschen Mühlenteich, so sah man, wie geradezu die einzelnen Lichtchen neckisch miteinander Hasche spielten. Da nach dem Volksmund unter dem größten Licht ein Topf mit Gold verborgen sein sollte, so hat es nicht an wagehalsigen Burschen gefehlt, die versuchten das Gold ans Tageslicht zu fördern, aber sobald sie nach dem Lichtchen griffen, verlöschte es und nebenbei entstand ein Neues.

Wenn sie im Sumpfe ihre Füße genügend abgekühlt hatten, ließen sie von weiterem Suchen ab und gingen mißmutig nach Hause.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 2019. Nr. 10