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Mündlich.
Nachts von zwölf bis eins geht ein Hund zu Sankt Denys um die Kirche. Keiner wagt sich um diese Stunde in die Nähe derselben. Ein Zimmermann war einmal eine Wette eingegangen, er wolle den Hund schon zahm kriegen; ging und nahm seinen schwersten Hammer und hielt gegen zwölf Uhr Wache an der Kirche. Bald nahte der Hund ihm, er erhob den Hammer und meinte dem Thiere damit den Kopf einzuschlagen; aber er betrog sich, denn der Hammer schwirrte durch des Hundes Kopf hindurch, während das Gespenst sich dem Frevler auf den Rücken warf und sich also von ihm tragen ließ bis an die Thüre der Schenke, wo die Zechbrüder, welche mit gewettet, des Zimmermannes harrten. Da war nun die Wette nicht nur verloren, sondern der Mann fiel noch dazu in eine Krankheit, an der er acht Tage nachher starb.
Quellen: