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Gander, die Sagen der Niederlausitz
An der östlichen Seite der Ochsenberge ist ein Hügel, den man Römerkeller nennt. Derselbe ist ein künstlicher Aufbau. Er besteht aus mehreren übereinanderliegenden Lehm- oder Thonplatten, deren Masse an der Luft getrockneten Mauersteinen ähnlich ist. Auf dem Hügel stand noch vor Jahren eine mächtige Eiche, deren Alter man auf 300-400 Jahre schätzte. In dem Volke lebt die Sage, daß dieser Keller von römischen Kriegsleuten erbaut worden sei, und daß in demselben ein Löwe von purem Golde liege. Man hat deshalb zu verschiedenen Zeiten Nachgrabungen gehalten; aber nichts gefunden.
Quelle: A. Mäcke, Der Kreis Luckau - Geographisches, Geschichtliches, Sagen, Kulturhistorisches, Kirchhain N.-L. Druck und Verlag von Max Schmersow, 1898, Seite 45-46, Nr. 8