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Die Entstehung der Stadt Sonnewalde

  Gander, die Sagen der Niederlausitz

Kaiser Otto I. lag in blutigem Streit mit seinem Sohne Ludolf. Es konnte lange keine Versöhnung stattfinden, weil der böse Herzog von Sachsen sie immer zu hintertreiben wußte.

Da jagte einst Otto in einem Wald mit dem Markgrafen Gero. Hier in der Wildnis suchte ihn Ludolf auf. Er kam allein, mit zerrissenen Kleidern, traurigem Antlitz, nackten Füßen, warf sich vor dem Vater nieder und bat um Gnade. Da ward das Herz des Vaters weich und beide versöhnten sich. Dies geschah 954 in der Niederlausitz.

Der Ort ward zum ewigen Gedächtnis der Sühne, Suonewald genannt.1)

Quelle: A. Mäcke, Der Kreis Luckau - Geographisches, Geschichtliches, Sagen, Kulturhistorisches, Kirchhain N.-L. Druck und Verlag von Max Schmersow, 1898, Seite 44, Nr. 2


1)
Anmerkung Sagenwiki: Tatsächlich fand dieses Ereignis in Suveldun (heutiger Ortsteil Thangelstedt der Stadt Blankenhain) statt. Quelle: Wikipedia