Bleicher

Neben den Färbern und Wäschern gab es den eigenen Berufsstand der Bleicher.

Vom Bleichen

Leinen-, Hanf- und Baumwollfasern wurden im naturfarbigen Zustand versponnen und verwebt, so dass die fertigen Gewebe gelblich bis graubraun waren und vor dem Färben oder dem Verkauf gebleicht werden mussten. Frisch gewebte ebenso wie durch Gebrauch verschmutzte Textilien wurden der sogenannten Rasenbleiche unterzogen: Auf einer Wiese in der Nähe eines Flusses, dem Bleichplatz oder auch der Tuchbleiche, wurden die von der Wäsche noch nassen Gewebe, aber auch Garne, flach ausgelegt oder aufgespannt und kontinuierlich feucht gehalten. Durch Besprengen der Textilien mit Pottaschelaugen wurden fettige Bestandteile entfernt. Die Bleichwirkung konnte durch Behandlung mit saurer Milch, dem sogenannten „Ansäuern“, verstärkt werden. Die Rasenbleiche war ein sehr zeitaufwendiger Prozess. So dauerte die Rasenbleiche von Baumwolle bis zu drei Monate und bei Leinen bis zu sechs Monate.

Quelle: Wikipedia