[[sagen:werra084| <<< zurück]] | **[[buch:werrasagen|Sagen der mittleren Werra]]** | [[sagen:werra086| weiter >>>]] ====== Vom Avemark bei Brotterode ====== Dicht über dem [[geo:brotterode|Brotteroder]] Schützenhof und zur Seite der Straße nach [[geo:Kleinschmalkalden]] liegt ein Berg, genannt das Avemark. Dort oben stand vor Zeiten eine Kapelle, sie nach einigen der heiligen Maria (Ave Maria), nach anderen dem heiligen Marcus (Ave Mace) geweiht war und deren Altarbild besondere Wunderkraft zugeschrieben wurde. Der Sage nach wurde die Kapelle in einen Felsen verwandelt, um sie vor der ihr vom gottlosen Küster drohenden Entweihung zu schützen. Noch ist dort ein wunderlich ausgehöhlter Felsblock zu sehen, den nennen sie die Kirche, einen anderen, nahe dabei, die Kanzel. Hier lässt sich ein gespenstiger Küster sehen. Er hat ein Gesicht wie Spinnenweben, predigt von jener Steinkanzel herab, erschreckt die Leute und treibt zu später Stunde sein böses Spiel mit den auf der Straße nach Kleinschmalkalden oder im [[geo:laudenbach|Lauterbacher]] Tal Wandernden, [[wesen:aufhucker|hockt]] sich ihnen in der Gestalt eines Schafes auf, bis sie keuchend und in Schweiß gebadet zusammensinken. //Quellen:// * //[[autor:wucke|C. L. Wucke]] - [[buch:werrasagen|Sagen der mittleren Werra nebst den angrenzenden Abhängen des Thüringer Waldes und der Rhön]], Salzungen 1864// ---- {{tag>sagen wucke werrasagen thüringen werra brotterode kleinschmalkalden laudenbach küster spuk kapelle aufhucker v2}}