[[sagen:wendischesvolksthum85|<<< zurück]] | **[[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]** | [[sagen:wendischesvolksthum87|weiter >>>]] ====== Wěteroc Hansko ====== Zu Kindern sagt man, wenn der Wind recht pfeift, um die Hausecke herumgeht, oder durch das Fenster kommt: »Wěteroc((Wětř Wind, oberlaus. w. gespr.: wětr, niederw. wětsch. Wichoŕ Wirbelwind, Windhose, auch (Burg) wichaŕ; aber wěcha der [Stroh-] Wisch, Zeichen, dass Weg, Feld oder Wiese nicht zu betreten ist.)) Hansko mimo jědźo, der Windhans fährt vorbei.« Wenn Kinder fragen((Wenn ein starker Wind, Sturm die Strohdächer zerzaust, Flausche Stroh hoch gewühlt hat. – Wenn gelinde Witterung kommt: ten wětř čiźo z teje ćopłeje źěry, der W. kommt aus dem warmen Loch. S.)): »Wer hat da solch' Loch auf dem Strohdache gewühlt (gemacht)?« so sagt man: »Ten wěteroc Hansko jo tam zawadźił, der Windhans hat da angestossen«. S. Wěteroc Hanso. [[geo:Mühlrose]]. Wicharic Hanzo. [[geo:sielow|Sylow]]. //Quelle: [[autor:schulenburg|Schulenburg, Willibald von]]: [[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]. Berlin: Nicolai, 1882, S. 68.// ---- {{tag>sagen schulenburg wendischesvolksthum lausitz spruch wind windhose warnung stroh sielow mühlrose loch v2}}