[[sagen:wendischesvolksthum78-7|<<< zurück]] | **[[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]** | [[sagen:wendischesvolksthum78-9|weiter >>>]] ====== Die Hirschkeule ====== Früher mussten die Leute in der Umgegend von [[geo:Mühlrose]] und [[geo:Trebendorf]], Tŕebin, die Getreidefelder gegen das Wild bewachen und machten sich dazu niedrige »Buden« [Hütten]. Da kam auch der [[wesen:Nachtjäger]] durchgefahren mit grossem Lärm und Hundegebell und fürchterlichem Geschrei((Z hawtowanjom a blawkanjom a harawanjom.)), und der in der Bude war, fing an dem Nachtjäger nachzumachen. Da kam der Nachtjäger [[wesen:reiterohnekopf|ohne Kopf]] auf seinem Pferde angeritten und warf ihm eine Hirschkeule((Pleco Hinterbacke. Man sagt: ten kjarl jo raz plecaty, der Kerl hat mal tüchtige Arschbacken. Uebrigens darf man in [[geo:Schleife]] keinen, der Soldat war, kjarl, Kerl nennen; es gilt als Beleidigung.)) zu. Wie dann der Mann am Morgen früh aufstand, fand er einen verfaulten Stamm (peńk). S. //Quelle: [[autor:schulenburg|Schulenburg, Willibald von]]: [[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]. Berlin: Nicolai, 1882, S. 63.// ---- {{tag>sagen schulenburg wendischesvolksthum oberlausitz mühlrose trebendorf wache nachtjäger lärm reiterohnekopf hirschkeule v2}}