[[sagen:wendischesvolksthum106|<<< zurück]] | **[[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]** | [[sagen:wendischesvolksthum106-2|weiter >>>]] ====== Bier und Kuchen ====== Mal pflügten zwei Bauern. Da brachten ihnen die [[wesen:ludki]] zwei Glas Bier und sagten: »Austrinken könnt Ihr, aber muss wieder "vull" [voll] sein«. Da sagten die Bauern zueinander: »Weisst Du was, wir werden vull »segen [//seigen, scaś//], //my b' źomy nutř nascać//« und thaten es. Dann brachten ihnen die Lutchen Kuchen((//Plac// ist Brotkuchen mit etwas Butter oder Speck; //tykańc// Blechkuchen. Jämlitz.)) und sagten: »//Cyłe zjesć a zyłe wóstajić//, ganz aufessen und ganz lassen«. Da sagten die Bauern: »//Wěš ty co, my b'źymy ten hoblonk wostajć//. Weisst Du was, wir werden den Rand stehen lassen:« Da fingen sie an //wo sredźa wukrojić//, aus der Mitte auszuschneiden. Dann sagten die Lutchen: »//Wam derje jo tež ten cart rozym dał//, Euch hat auch der [[wesen:Teufel]] gut den Verstand gegeben.« Jämlitz. Gablenz. //Quelle: [[autor:schulenburg|Schulenburg, Willibald von]]: [[buch:wendischesvolksthum|Wendisches Volksthum in Sage, Brauch und Sitte]]. Berlin: Nicolai, 1882, S. 171-172.// ---- {{tag>sagen schulenburg wendischesvolksthum lausitz jämlitz gablenz ludki kuchen bier list sorbisch v2}}