[[sagen:vsfreiburg08|<<< zurück]] | **[[buch:vsfreiburg|Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau]]** | [[sagen:vsfreiburg10|weiter >>>]] ====== Der unterirdische Gang in das Münster ====== Die Herzoge liebten Sicherheit und Bequemlichkeit. Darum ließen sie von ihrer schönern Burg auf dem Schloßberge ob [[geo:freiburgbreisgau|Freiburg]], wo sie gewöhnlich Hof hielten, einen Gang unter der Erde in das [[kirche:muensterfreiburgbreisgau|Münster]] machen und stiegen dann, ungesehen von Feinden, oder, wenn es kalt war, an hohen Festtagen, aus dem Hahnenthurme herauf, und setzten sich in ihren Chorstuhl. An diesen Gang stoßt auch das Gewölbe, in welchem die uralten Münsterschätze und Münsterbriefe aufbewahrt werden, ein unermeßlicher Reichthum. Der Gang aber ist vom Berge herunter verschüttet; im Münster findet man ihn bei dem Steine mit a. b. c. Ich weiß von einem Fabrikpfleger (oder, wie sie ihn nennen: Hüttenherrn) am Münster, welcher lange nach diesem Steine gesucht, und dabei den Hahnenthurm beinahe baufällig gemacht hat. Da wurde es ihm aber verboten, was er seinen Obern nie verzeihen konnte. Noch auf dem Todbette versicherte er, er sei schon daran gewesen, den rechten Stein mit dem a. b. c. zu finden. //Quelle: [[autor:heinrichschreiber|Heinrich Schreiber]], [[buch:vsfreiburg|Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend]], Druck und Verlag von Fr. Xav. Wangler, 1. Auflage von 1867// ---- {{tag>sagen heinrichschreiber vsfreiburg freiburgbreisgau geheimgang breisgau geheimgang muensterfreiburgbreisgau v2}}