[[sagen:vsb250|<<< zurück]] | **[[buch:vsb|Volkssagen aus dem Lande Baden]]** | [[sagen:vsb252|weiter >>>]] ====== Unverbrennliches Haus ====== Ein [[volk:Zigeuner]] mit Frau und Kindern suchte einst in [[geo:Pforzheim]] Nachtherberge, fand sie aber nirgends als bei einem Bürger in der Brötzinger Vorstadt, der ihn in seine Scheuer aufnahm. Am andern Morgen sagte der Zigeuner dem Mann, zum Danke für die Beherbung wolle er ihm das Haus feuerfest machen. In dieser Absicht stellte er in der Scheuer drei Gebund Stroh hart aneinander und zündete das mittelste an, welches verbrannte, ohne daß die beiden andern von der Flamme ergriffen wurden. Darauf sammelte er die Asche, vergrub sie, einen Feuersegen sprechend, unter die Thürschwelle des Hauses und versicherte dann, daß dieses nun gegen alles Feuer geschützt sei. Die Wahrheit seiner Aussage hat die Erfahrung bewiesen; denn bei den großen Brünsten in den Jahren 1689 und 1840, wo alles um das Haus niederbrannte, ist dasselbe, obgleich es größtentheils aus Holz besteht, völlig unversehrt geblieben. //Quelle: [[autor:bernhardbaader|Bernhard Baader]], [[buch:vsbaden|Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden]], Band 1, Verlag der Herder’schen Buchhandlung, Karlsruhe 1851// ---- {{tag>sagen bernhardbaader vsb baden pforzheim zigeuner feuerfest dank 1689 1840 stadtbrand v2}}